Wie kommt der Fisch ins Stäbchen?
fisch

Das wolltest du schon immer mal wissen? Wir haben nachgeforscht - und den Weg der Fischstäbchen verfolgt. Vom Nordpazifik bis auf den Teller.

Vom Fisch zum Fischstäbchen
Wer isst nicht gerne mal ein Fischstäbchen? Oder zwei oder drei? Schon seit über 40 Jahren kommt der wohlportionierte Fisch auf unsere Teller und nicht nur Kinder sind Fans davon.
Doch wie entsteht ein solches Stäbchen, das mit der Form eines Fisches nicht mehr viel gemeinsam hat? Wir sind dem Fisch vom Meer bis in den Mund gefolgt...

Im Meer
Fische wie der Alaska Seelachs leben in großen Schwärmen im Nordpazifik. Er ist einer der meistgefangenen Fischarten der Welt und versteckt sich neben den Fischstäbchen auch in vielen Fischfilets.
Damit diese Fischart nicht ausgerottet wird, gibt es sogenannte Fangquoten, also eine Begrenzung der Fangmengen für jedes Schiff.

Ins Netz
Auf die Fische treffen die Schiffe nicht "zufällig". Mit Hilfe eines Echolots, das Schallwellen aussendet, wird angezeigt, ob man einen Fischschwarm entdeckt hat. Dann wird ein Schleppnetz ausgesetzt, das einige Kilometer lang sein kann.
Später wird der gefangene Fisch über das Heck an Bord gezogen, nach Größen und Art sortiert und gleich weiter verarbeitet.

Auf dem Schiff

Das Schiff im Nordpazifik ist aber nicht nur ein Fangschiff. Es ist gleichzeitig auch eine richtige Fabrik.
Auf dem Verarbeitungsdeck befinden sich Maschinen, die den Fisch enthäuten und entgräten. Danach werden die Filets in sehr großen, ca. 7,5 kg schweren Fischfiletblöcken auch sofort tiefgefroren.

An Land

Die gefrorenen Fischfiletblöcke kommen von hoher See mit dem Schiff zur Weiterverarbeitung direkt in die Fabrik an Land.
Jetzt wartet auf sie noch ein Weg über diverse Fließbänder durch die verschiedenen Bereiche der Fabrik. Alle weiteren Arbeitsschritte finden dort statt.

Zwischen den Sägeblättern
Automatische Sägen zerteilen die großen, gefrorenen Fischblöcke in jeweils 378 "Rohlinge".
Das sind die Fischstücke, die der Form nach schon so aussehen, wie später das Fischstäbchen auf dem Teller. Nur sind sie noch komplett "nackt".

In der Panade
Viele nebeneinander und in endloser Reihe schwimmen die Fischrohlinge zuerst durch ein Bad mit Nass- und anschließend Trockenpanade.
So macht man das auch zu Hause - wenn auch von Hand: Ein Schnitzel z.B. wird zuerst in Ei und dann in Semmelbröseln gewendet. Den Überzug, der aussieht wie ein Teig, nennt man "Panade".

In heissem Pflanzenöl
Für nur 20 Sekunden werden die panierten Fischstäbchen in heißem Pflanzenöl "vorgebraten". Dadurch hält die Panade besser. Das alles passiert ebenfalls vollautomatisch auf dem Fliessband.
In ihrem Kern bleiben die Fischstäbchen dabei die ganze Zeit über tiefgefroren - so schnell geht alles.

Im Gefriertunnel
Und gleich wird's rundum eiskalt: Die Fischstäbchen laufen auf dem Fließband in den "Gefriertunnel". Genauso wie wir mit dem Auto unter Bergen und Meer hindurch, fahren die Fischstäbchen durch diesen Stäbchen-Tunnel.
Der ist allerdings so kalt, dass sie am Ende komplett tiefgefroren herauskommen.

In die Verpackung
Die Fischstäbchen sind jetzt fertig, jedes für sich im Panadenmantel verpackt.
Für die Kühltruhe im Lebensmittelgeschäft werden sie wiederum automatisch in die Faltschachteln oder Kartons verpackt. Palettenweise kommen sie dann ins riesige Tiefkühllager.

In die Tiefkühltruhe
Mit einem speziellen Tiefkühl-LKW oder in grossen Tiefkühl–Containern gelangen die Fischstäbchen in die Kühltruhen der Lebensmittelgeschäfte.
Von dort geht ihr Weg weiter zu uns nach Hause.

Auf den Teller
Aus der Kühltruhe geholt, muss man das Fischstäbchen nur noch in der Pfanne, der Fritteuse oder im Ofen braten, bis es leicht bräunlich gefärbt ist. Das geht schnell und ist kinderleicht! Dazu passt natürlich am besten Kartoffelstock ;-)
Nur 30 Gramm wiegt ein Fischstäbchen und jeder von uns isst im Schnitt elf Stück pro Jahr. Damit ist es das beliebteste Tiefkühl-Fischprodukt - und das seit über 40 Jahren...

 

abobanner

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